20.05.2014

Rheinische Wirtschaftsförderungen schließen sich zum „Netzwerk Innovative Werkstoffe“ zusammen

3M ist „Best Practice“-Modell für Werkstoffinnovationen   

 

Das Rheinland ist mit 7 Millionen Einwohnern und einem BIP von 250 Milliarden Euro der stärkste Wirtschaftsstandort Deutschlands und gilt damit als Investitions- und Zukunftsstandort. Innovative Werkstoffe sind dabei eine strategisch bedeutsame Querschnittstechnologie: Werkstoffforschung und -nutzung sind wichtige Grundlagen für Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz industrieller Produkte.

Die Wirtschaftsförderungen der Städte Dormagen, Krefeld, Leverkusen, des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Rhein-Kreis Neuss haben sich daher - in Nachfolge des Vereins NIW e.V. - zum „Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland“ zusammengeschlossen. Das Netzwerk will über die aktuelle Entwicklung in der Werkstofftechnik informieren, eine Austauschplattform für Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft schaffen und die Region durch kooperative Maßnahmen stärken.

„Innovative Werkstoffe haben eine große Bedeutung für technische Neuerungen. Mehr als zwei Drittel aller technischen Neuentwicklungen hängen schon heute mittelbar oder unmittelbar von innovativen Werkstoffen ab. Mit der Kooperation als ‚Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland’ möchten wir unsere Region und unseren Wirtschaftsstandort mit dem attestierten Innovationsprofil in der Werkstoffentwicklung stärken und Unternehmen bei der Forschung, der Weiterentwicklung und der Werkstoffanwendung unterstützen“, so Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrates des Rhein-Kreises Neuss und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Der Neusser Multitechnologiekonzern 3M ist einer der Key-Player der Region im Hinblick auf Innovationsforschung  und Werkstoffentwicklungen: „Vernetzung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Innovationskraft“, begrüßt Reza Vaziri, Vorsitzender der Geschäftsführung der 3M Deutschland GmbH, die Initiative. „Gerade moderne Werkstoffe bieten viele Innovations-Chancen.“ Ein Beispiel ist der von 3M entwickelte Leichtfüllstoff 3M™ Glass Bubbles. Mikro-Hohlglaskugeln erlauben es, das Gewicht von Kunststoffsystemen, je nach Material, um bis zu 30 Prozent zu reduzieren - ohne Einbußen bei der Stabilität der Bauteile. Eine interessante Technologie u.a. für Automobilhersteller, die mit Hochdruck nach innovativen Leichtbaumaterialien suchen, um die neuen CO2-Grenzwerte zu erfüllen.

Übersicht der Initiatoren des Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss

Jürgen Steinmetz, Geschäftsführer  => Zitat: siehe oben.

Robert Abts, Leiter Wirtschaftsförderung Rhein-Kreis Neuss

 

Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH: 

Dr. Frank Obermaier, Geschäftsführer

„Mit seinem hohen Besatz an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist das Rheinland im Bereiche der Werkstoffforschung, -produktion und -anwendung perfekt aufgestellt. Dies bestätigt die von der IW Consult GmbH durchgeführte Patentanalyse, die insbesondere für die Bereiche Chemie und Kunststoffe eine im Bundesvergleich außergewöhnlich hohe Erfinderdichte aufzeigt. In den Werkstoffanwenderbranchen  Metall- und Kunststoffverarbeitung zeichnen sich darüber hinaus die besten Zukunftsperspektiven ab. Das ist für uns Grund genug, in unserem neuen Projektverbund zusammen mit den Partnern im Rheinisch-Bergischen Kreis, Dormagen, Rhein-Kreis Neuss und Krefeld die Stärken unserer Region weiter zu entwickeln.“

WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld GmbH

Martin Hinzmann:

„Innovative Werkstoffe bilden einen wichtigen Baustein in der Wertschöpfungskette und sind Ausgangspunkt für neue oder verbesserte Produkte. Aufgrund der regionalen Verflechtung der Unternehmen und Forschungseinrichtungen geht dies aber nur in Kooperation mit Partnern aus dem Rheinland. Daher ist ein Engagement der Wirtschaftsförderung Krefeld im neuaufgestellten „Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland“ selbstverständlich. Was diese Kooperation auszeichnet, ist in unserem neuen Flyer und auf unserer neuen Internetseite www.iw-rheinland.de zu finden.

Amt für Wirtschaftsförderung Stadt Dormagen

Gabriele Böse, Fachbereichsleiterin:

"Dormagen ist der bedeutendste Chemiestandort im Rhein-Kreis Neuss. Unsere Industrie und unser Unternehmen. Unsere Unternehmen innerhalb und außerhalb des Chemparks entwickeln zukunftsweisende Produkte und Verfahren. Innovative Unternehmen sichern den Wirtschaftsstandort und machen ihn für weitere Ansiedlungen attraktiv.  Mit dem "Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland" wollen wir diese Entwicklung fördern."

Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Volker Suermann, stellvertretender Geschäftführer

„Wir möchten Kommunikations- und Informationsplattform sein für Trends und Neuerungen im Werkstoffbereich und dazu auch Unternehmen aus den „Nutzer“branchen ansprechen. Ein zentrales Netzwerkformat werden daher Themenabende mit verschiedenen Partnern sein. Wir beginnen mit einem Themenabend mit der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Es folgen Themenabende mit der Fachhochschule Köln am Campus Leverkusen und bei Sulzer Metaplas in Bergisch Gladbach. Die adressierten Werkstoffthemen sind u.a. Oberflächenbeschichtung, stabile Kunststoffe, biobasierte Werkstoffe und innovative Baumaterialien. Durch die Stärkung der regionalen Kooperationsbeziehungen sowie Ausbau und der Ausschöpfung des hohen Standortpotenzials in der Querschnittstechnologie „innovative Werkstoffe“ werden wir auch eine noch deutlichere Profilierung der Wirtschaftsregion Rheinlandes erreichen.

 

Ansprechpartner: Herr Jung

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