18.02.2016

NRW und Niederlande verstärken Zusammenarbeit bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten

Nordrhein-Westfalen und die Niederlande wollen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie ausbauen: Dazu haben NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der niederländische Wirtschaftsminister Henk Kamp bei der bilateralen Konferenz "Matching for new materials" im Zeughaus Neuss eine Absichtserklärung unterzeichnet.

"Die Niederlande sind für uns ein sehr wichtiger Partner. Wir arbeiten in Wissenschaft und Wirtschaft seit Jahren überaus erfolgreich zusammen. Darauf möchten wir aufbauen", sagte Ministerin Schulze. "Unsere Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sollen sich künftig noch stärker an der grenzüberschreitenden Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen beteiligen und ihre Positionen im europäischen und internationalen Wettbewerb ausbauen."

"Deutsche Ingenieurskunst, Pünktlichkeit, langfristige Planung und Produktivität kombiniert mit dem Handelsgeist, der Kreativität, der Erfindungskraft und der Flexibilität der Niederländer bilden eine ideale Kombination der bilateralen Kooperation", sagte Minister Kamp. "Wir wollen unsere Kompetenzen weiter bündeln, auch um unser gemeinsames Potenzial auf europäischer und internationaler Ebene stärker sichtbar zu machen."

Die Regierungen vereinbarten die  Stärkung der direkten grenzüberschreitenden Kooperation zwischen regionalen und lokalen Behörden, Organisationen, Firmen, Hochschulen und Forschungsergebnissen.Unterstützung von bilateralen Programmen, Projekten und Maßnahmen zur Intensivierung des ständigen strategisch ausgerichteten bilateralen Dialogs.  

Die Zusammenarbeit soll sich auf Bereiche konzentrieren, in denen beide Länder über herausragende Kompetenzen verfügen. Großes Potenzial für erfolgreiche bilaterale Projekte bieten beispielsweise neue Werkstoffe und Materialien. Zu diesem Innovationsfeld bot die von beiden Ministerien veranstaltete Crossboarder Conference "Matching for new materials" in Neuss eine ideale Plattform für Austausch und Kooperationsgespräche. Mehr als 220 Wissenschafts- und Wirtschaftsvertreter aus beiden Ländern kamen im Zeughaus zusammen, um sich zu informieren und gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf den Weg zu bringen. Dabei ging es insbesondere um neue Materialien für generative Fertigungsverfahren, Leichtbau und die biobasierte Wirtschaft. Ebenfalls vor Ort: Das Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland präsentierte Ihre Angebote und sich mit einem eigenen Stand in der Ausstellung.