03.06.2015

Zahlreiche Interessenten beim 2. Werkstoffdialog des Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland

Herkömmliche Silikone werden nach einiger Zeit hart und verändern ihre Farbe. Aus transparent wird irgendwann gelb. Nicht nur Heimwerker kennen diese Eigenschaft von Silikon. Dass es auch anders geht – zum Beispiel mit Hochleistungs-Silikon, das wesentlich schneller härtet oder dauerhaft transparent bleibt – demonstrierte Dr. Jan Geboers vom Leverkusener Silikonspezialisten Momentive Performance Materials GmbH beim 2. „Werkstoffdialog Rheinland“. Dr. Geboers zeigte, dass durch innovative Entwicklungen ganz neue Anwendungsbereiche erschlossen werden.

Das Netzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland hatte am Montagabend im Camp-Lev-Saal der Fachhochschule Köln am Campus Leverkusen zur zweiten Auflage des Veranstaltungsformates „Werkstoffdialog Rheinland“ geladen. Im Mittelpunkt standen Innovative Werkstoffe und deren Anwendungsfelder in Wissenschaft und Praxis.
Dr. Peter Krug (Fachhochschule Köln, Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion) präsentierte aktuelle Trends aus der Hochschulentwicklung am Beispiel von Aluminium als Leichtbauwerkstoff. Hier können etwa durch Wärmebehandlung die Eigenschaften von Aluminiumlegierungen deutlich verbessert werden. Eingesetzt werden Aluminiumlegierungen unter anderem im Fahrzeugbau.
Prof. Dr. Dirk Burdinski und Prof. Dr. Marc Leimenstoll vom Campus Leverkusen der Fachhochschule Köln präsentierten Ausbildungs- und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Materialchemie. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der praxisnahen Ausbildung der Studierenden. So bietet die Fachhochschule Köln Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten an, wenn es beispielsweise um Abschlussarbeiten, Semesterarbeiten oder Promotionen geht. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Unternehmen profitieren vom wissenschaftlichen Know-how, die Hochschule bekommt Einblicke in aktuelle Fragestellungen in der Industrie und die Studierenden erhalten neben Praxiserfahrung die Möglichkeit, Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. 
Abschließend erfuhren die rund 50 Gäste anhand eines Praxisbeispiels von Claus Dahlkamp (Hagen Consulting & Training GmbH), wie Projektkooperationen zwischen Hochschule und Wirtschaft mit Hilfe von Fördermitteln unterstützt werden können.

Das Branchennetzwerk Innovative Werkstoffe Rheinland, dem die Wirtschaftsförderungen Dormagen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Leverkusen, Krefeld und Rhein-Kreis Neuss angehören, stellt eine Austauschplattform für alle Akteure im Bereich der Innovativen Werkstoffe dar und bietet hierfür eine Vielzahl von Veranstaltungsformaten und Informationen an.

Allein im Rheinland beschäftigen sich rund 3.000 Unternehmen und Forschungsinstitutionen mit Innovativen Werkstoffen. Das Netzwerk will Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette von den Vorteilen frühzeitiger, intensiver Kooperation überzeugen. Es will Kontakte vermitteln zwischen Mitgliedern untereinander, zu externen Unternehmen und Forschungsstätten als Dialog- oder Projektpartner, zu Verbänden, Kommunen, Politik und Behörden.